Zauberland
S’ist eine Reise ins Zauberland,
getragen auf Blüten in samtiger Hand,
wenn Pforten der Herzen im Rosenkleid,
sich langsam öffnen, im Sturme so weit.
Zarte Haut in strömender Wärme,
der Augen Leuchten, kristallene Sterne.
Pochende Freude, pulsierende Kraft,
gleich der Unendlichkeit Leben schafft.
Düfte die innige Kreise ziehn‘,
wundersam weiter und niemals schien,
dass gefühlte Worte von schwebenden Lippen,
schmecken, als würd man am Nektar nippen.
Geschlossene Augen, funkelnde Nacht,
Karawanen der Sehnsucht haben gebracht,
was war wie vergraben, unerschöpflich jedoch,
nicht in Gold aufgewogen und wertvoller noch.
Wer arm ist wird reich in trauter Verzweiung,
schenkt Nachsicht, Geduld, gelebte Verzeihung,
und hütet behutsam den Stachel der Zwietracht,
damit nichts verwirkt und für immer entfacht.
Das Land ist ein Zauber, es zaubert die Liebe,
verzaubert die Kinder der zaubernden Wiege,
die in sich die Wogen der Hoffnung erfüllet,
dass jeder es schmecke und sich damit füllet.

© Holger Rudolph 2011