Winter

Starre Welt im weißen Kleid der Sehnsucht.
Scharfe Winde, Verwehung des Nichts.
Fröstelnde Hände suchen Wärme als Zuflucht,
eisige Furchen im blauen Gesicht.

Schlafende Flora zur Ruhe gesetzt,
verharrt bis zum Frühling, die Augen benetzt
mit Hoffnung und Blättern der Liebe im Sein,
geduldig, vertrauend, kristallen und rein.

Bizarre Schliffe erinnern an Schmerz,
richten die Zacken betend himmelwärts.
Der Mensch will’s nicht wissen, ist genormt
und doch -
wird er durch Kälte und Eis geformt.


symbol
© Holger Rudolph 2008