Verzückung
Wenn es Abend wird im Lande,
sitz ich schweigend hier am Rande,
dieser Wogen aus Verzückung,
voller Zauber und Beglückung.
Denn in deinen blauen Augen,
seh‘ ich, wohl kaum zu glauben,
die Erfüllung mancher Träume,
süß wie Kirschen schönster Bäume.
Deren Äste streicheln mich,
mit den Blättern deiner Liebe,
und der Sehnsucht junger Triebe,
so sanft, und ja, fast feierlich.
Du warmer Wind im Abendrot,
bist meiner Küsse Zier,
es schwinget uns im Liebeslot,
auf dass ich nichts verlier.
Gewonnen hab ich dich im Glück,
kein Blick werf‘ ich darum zurück,
denn was ich fand ist äußerst rar,
ja das bist du, ganz wunderbar.

© Holger Rudolph 2011