Traumtänzer

Ich schwebte nachts im Zelt der Waisen,
tanzend überm Boden – leise,
sodass keins erwachte der Verträumten,
die wie Blüten hier den Boden säumten.

Mit Schleiern mein Gesicht verdeckt,
hat ich fast den Mond versteckt,
der so sanft am Firmament,
meiner Augen Leuchten kennt.

Ich sang ganz still zu jedem Traume,
den ich traf im dunklen Raume,
hauchte Leben in die Bilder,
- Lachen, Leiden, Liebe, Lodern -
manchmal streichelnd, manchmal wilder.

Und als es dämmerte am Morgen,
und gezählt warn alle Sorgen,
zerstreute ich der Nächte Wirren,
in der Sonne Strahlen, die nie irren.

symbol
© Holger Rudolph 2009