Lächeln

Welch ein Lächeln mich betörte,
schöner, als das Abendrot.
Sogar so schön, dass sie nicht störte,
des langen Lebens liebe Not.

Ich blickte tief in deine Augen,
verlor mich selbst darin und spürte,
sanft und süß, als wären's Trauben,
wie es mich im Innern rührte.

Fast schon schwebend fühlte ich,
durch des Windes warme Lüfte,
kaum der Zeit gewahr, die dann verstrich,
vermeintlich wundersame Düfte.

Sich dein Antlitz seitdem spiegelt,
im tiefen Grunde meiner Seele,
als wär's ganz fest dorthin gesiegelt,
sodass es niemals mehr wer stehle.

symbol
© Holger Rudolph 2006