Klang der Stille

Im rauschenden Getöse der Welten Lauf,
schichten sich Wellen der Bürde auf.
Und wie die Jahre vergehen in tropfender Zeit,
füllen sich Seen der Traurigkeit.

Es mangelt der Freude des Lebens sodann,
vergessen die Tage als mit Licht begann,
was in der Spanne des Bogens sollt Äste treiben,
deren Früchte im Kreise des Friedens verbleiben.

Der gläserne Mond scheint aufgegangen,
und in den Schatten der Nacht ist bald gefangen,
wer mit den Ohren nur hört das gebrochene Rauschen,
denn das Leben verlangt nach viel feinerem Lauschen.

Erlösung kommt durch den Klang der Stille,
vernommen im Innren, gezeichnet durch Wille,
dem Sein in den Tiefen des Selbst zu begegnen,
um dem eigenen Leben den Weg zu ebnen.

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© Holger Rudolph 2009