Blütenkelch

An deiner Blätter Zartheit säumt sich der Wind,
so fein, wie der Nachtigall Töne sind.
Filigrane Tentakeln in buntem Gewand,
zieren das Innre wie vom Himmel gesandt.

Duftender Nektar klebt glitzernd gar dort,
der fleißigen Bienen fruchtbarer Hort.
Verlockung der süßesten, innigsten Art,
wo Leben und Geben vielfach gepaart.

Du lebst als der Wiesen üppige Zier,
schenkst deine Schönheit majestätisch all hier.
Das Auge frohlockt, die Seele berührt,
hast tausendfach farbenfroh Sinne verführt.

Möge mein Herz gleich dem Kelche hier sein,
als Quelle des Lebens, der Freude, ganz rein.
Damit die Liebe als leuchtendes Elixier,
nicht allein sieht das Ich, sondern immer das Wir.

symbol
© Holger Rudolph 2009