Am Anfang eines Tages

Am Anfang eines jeden Tages steht,
tief im Inneren - wohl verborgen,
mit Zärtlichkeit umwebt,
zuversichtlich ohne Sorgen,
ein neuer Vers,
der mit dem Wind der Liebe zu dir weht.

Geschaffen aus dem Tau der Frühe,
durch Sonnenstrahlen still erhellt und klar,
nimmt er von mir des Lebens Mühe,
erscheint er mir so wahr, so wunderbar.

Kaum kann ich’s glauben, so innig fühle ich;
so viel Kraft und Freude schenkt er mir für dich.
Muss sein ein Vers besondrer’ Art.

Ach, des Dichters Kunst soll nie vergehn’,
wenn er mit Worten um sich schart,
was nur das Herz scheint zu verstehn’.


symbol
© Holger Rudolph 2003